Bastelprojekt „Do it yourself“ – Tablethalter

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Bei der Entscheidung, wie man sich auf dem Fahrrad navigieren lassen will, geht man immer einen Kompromiss ein. In diesem Fall ist es ein Kompromiss aus Robustheit, Akkulaufzeit und Displaygröße. Bevor die Smartphones die Kommunikation revolutionierten, boten ein Garmin 60er oder ein Magellan den besten Kompromiss aus allem.


Bei der fortschreitenden Entwicklung von Navigations-Apps für Smartphones, die für Radler und Wanderer immer interessanter wurden, konnte die Hardware-Eignung für Outdoor-Zwecke nicht mithalten.

Es sollte eigentlich nur ein Experiment werden, als ich aus Spaß ein 7 Zoll Samsung-Tablet mit Gummibändern auf der Lenkertasche befestigt hatte. Nachdem meine Augen durch die Größe des Displays und der brillianten Kartendarstellung verwöhnt wurden, wollten sie sich mit dem Minidisplay eines Garmin nicht mehr zufrieden geben. Allen Killerkriterien wie Akkulaufzeit und regenempfindlichkeit zum Trotz wollte ich nichts anderes mehr am Fahrrad haben.

Der erste aus diesem Experiment entstandene Prototyp ließ nach 2 Jahren den Wunsch nach einer etwas ausgefeilteren Version mit Regenschutz und Stromversorgung aufkommen. Hilfreich bei diesen Bastelprojekten ist geschlossenzelliger PU-Schaum, wie er im Campingzubehör in Form von Isomatten oder Wohnmobilisolierung in verschiedenen Stärken verwendet wird. Mit einem elektrischen Messer in eine Grobform gebracht und mit einem erhitzten Löffel die Feinheiten gestaltet, wird das Gerät eingepasst. In meinem Fall dient die PU-Schaumplatte lediglich als Unterbau. Das Tablet selbst ist auf einer Kunststoffplatte von Winkelleisten begrenzt verschiebbar befestigt. Als Regenschutz dient eine angepasste Kartentasche von Ortlieb, durch die sich der Touchscreen wunderbar bedienen lässt.

 
Die seitliche Verschiebbarkeit des Gerätes wurde nur aus der Not heraus geboren, da ich keinen passenden Gerätestecker fand, der gewinkelt und gleichzeitig robust genug war. Die kleine Hutmutter oben links ist mit einem Hebel verbunden, der direkt den On/Off-Schalter betätigt, der zum Ein- und Ausschalten des Displays dient.

Der Pufferakku befindet sich in der Innentasche und wird bei Bedarf zugeschaltet. Die Grundplatte mit dem PU-Unterbau ist mit Laschen und Druckknöpfen an dem Gehäuse der Tasche befestigt. Zum Öffnen wird einfach der Deckel samt Halter nach vorne geklappt.

Wie lange die 10.000 mAH des Pufferakkus das Tablet bestromen können, habe ich noch nicht ausprobiert. Es dürfte aber meine Radelkondition bei Weitem übersteigen ;-)!

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